Thüringen ist beim Gasverbrauch besser durch den Winter gekommen als erwartet
Sowohl viele private Haushalte als auch Unternehmen hätten ihren Verbrauch gesenkt. "Das zeigt, es gibt Möglichkeiten zu sparen und Gas effizienter einzusetzen, ohne drastische Einschnitte."
Gut sei, wenn weiterhin Gas gespart werde - auch unter Umweltaspekten.
Unabhängig davon gelte es, die Energieproduktion aus erneuerbaren Quellen beschleunigt auszubauen, sagte der Minister.
Gute Fortschritte gebe es in Thüringen bei Strom aus Solaranlagen. Viel Potenzial sehe er aber auch noch bei Solarthermie - also der Wärmegewinnung durch Solaranlagen.
"Das müssen wir verstärken", sagte Stengele. Anlagen zur Gewinnung von warmen Wasser könnten auch unter Kosten-Nutzen-Aspekten interessant für Verbraucher sein. Sie könnten im Sommer zudem einen Teil des Gasverbrauchs bei der Warmwasserbereitung ersetzen.
Nicht nur in Thüringen sind die Gasspeicher noch relativ gut gefüllt. Der Energiekonzern VNG berichtete in Leipzig von einem Füllstand seiner Untergrundspeicher in Bad Lauchstädt sowie Bernburg in Sachsen-Anhalt von derzeit rund zwei Dritteln.
Die VNG Gasspeicher GmbH betreibt zudem zwei weitere Speicher in Niedersachsen, die laut der europäischen Transparenzplattform AGSI ebenfalls noch zur Hälfte und mehr voll sind. Per Gesetz waren die Speicherbetreiber zum 1. Februar zu einer Mindestfüllmenge von 40 Prozent verpflichtet worden.
dp/bnm