Seniorenticket startet am Dienstag - Bereits über 18.800 Deutschlandtickets verkauft
Im Landeshaushalt sind für den Zuschuss sowohl zu dem Senioren- als auch dem in gleichem Maße reduzierten Azubiticket insgesamt 7 Millionen Euro jährlich eingeplant.
Aus Sicht der Verkehrsunternehmen macht es also kaum einen Unterschied, ob ein Senioren-, Azubi oder reguläres Deutschlandticket verkauft wird. Sie erhalten für die Bereitstellung ihres Angebots 49 Euro monatlich. Dies ist jedoch weniger, als zuvor in vielen Fällen für ein Monatsticket verlangt wurde. Auch diesen Umsatzverlust gleichen Land und Bund gemeinsam aus. Der zugehörigen Richtlinie zufolge gilt das für Fahrgeldausfälle, Nachlässe für Bürgergeldempfänger und andere Ausgleichszahlungen sowie insgesamt für die Anpassung des Vertriebs auf das neue Angebot.
Der Kostenzuschuss des Bundes läuft über die sogenannten Regionalisierungsmittel. Während für das Jahr 2023 eine Abschlagszahlung vereinbart ist, sind laut Landeswirtschaftsministerium für 2024 und 2025 je 1,5 Milliarden Euro eingeplant. Doch nur für dieses Jahr hat der Bund versprochen, auch mögliche Mehrkosten mitzutragen. Daher sei noch nicht sichergestellt, ob der Einführungstarif von 49 Euro monatlich in Zukunft ausreicht.
Wie viele Deutschlandtickets im Nordosten bisher insgesamt an die Frau oder den Mann gegangen sind, lässt sich laut der Verkehrsgesellschaft schwer sagen. Das zugehörige Monitoring befinde sich noch im Aufbau, auch beteiligen sich den Angaben nach bisher nicht alle Verkehrsunternehmen. Den unvollständigen Daten für Mai und Juni zufolge waren es aber mindestens 240.000 Tickets. Hinzu kommen unter anderem Tickets, die nicht bei den regionalen Anbietern, sondern beispielsweise der Deutschen Bahn erworben wurden.
dp#fa