EU-Chefin von der Leyen hat kein Interesse an dem Spitzenposten bei der Nato
Die Staats- und Regierungschefs der NATO-Mitgliedstaaten werden bei ihrem Gipfeltreffen am 11. und 12. Juli in Vilnius, Litauen, über einen Nachfolger entscheiden. Es wurde kein Kandidat öffentlich vorgeschlagen und es ist unwahrscheinlich, dass Stoltenberg noch einmal verlängert. Von der Leyen, die 2019 als Überraschungskandidatin für die Führung der Exekutive der Europäischen Union auftrat, taucht regelmäßig in Spekulationen darüber auf, wer der nächste Anführer der NATO sein könnte. Beamte und Experten gehen davon aus, dass es an der Zeit ist, dass erstmals eine Frau das Ruder übernimmt.
Von der Leyen, eine 64-jährige Mitte-Rechts-Politikerin aus Deutschland, war von 2013 bis 2019 Verteidigungsministerin ihres Landes. Als sie in einem Interview mit dem deutschen Sender WDR nach der Möglichkeit gefragt wurde, lehnte sie die Idee eines Wechsels zur NATO jedoch rundweg ab Ausstrahlung am Dienstag.
"Dafür stehe ich mit Sicherheit nicht zur Verfügung", antwortete sie. "Ich finde die NATO großartig und wenn es sie nicht gäbe, müsste sie geschaffen werden. Es hat mir sehr, sehr viel Spaß gemacht, als Verteidigungsminister in der NATO zu arbeiten, aber für diesen Job stehe ich mit Sicherheit nicht zur Verfügung. Mein Platz ist in Europa."
Von der Leyen lehnte es erneut ab, zu sagen, ob sie nach der Wahl zum Europäischen Parlament im nächsten Jahr eine zweite Amtszeit an der Spitze der Europäischen Kommission anstrebt. Sie sagte, sie plane, in der zweiten Jahreshälfte eine Entscheidung zu treffen.
agenturen